Friedrich Schiller - Das Siegesfest

"Tapfrer, deines Ruhmes Schimmer Wird unsterblich sein im Lied; Denn das irdsche Leben flieht, Und die Toten dauern immer."
"Weil des Liedes Stimmen schweigen Von dem überwundnen Mann, So will ich für Hektorn zeugen", Hub der Sohn des Tydeus an; "Der für seine Hausaltäre Kämpfend, ein Beschirmer fiel – Krönt den Sieger größre Ehre, Ehret ihn das schönre Ziel!"   ­<= = ­=>

Leipzig**,

die zweite Stadt des Königreichs Sachsen, liegt an der Pleise, Parthe und Elster, 114 Meter über dem Meeresspiegel, in der großen Ebene, die sich von der Saale bis zur Mulde und zum großen Teil bis nach der Elbe hinzieht, und ist abwechselnd von Waldungen, Wiesen, Obstpflanzungen und üppigen sorgsam gepflegten Fruchtfeldern umgeben. Die vorstellte enthalten reizende Gärten, und ringsum liegen stattliche Dörfer, von welchen einzelne, wie Gohlis, Plagwitz und Eutritzsch, in raschem Wachstum sich fast bis zur Stadt herangedrängt oder, wie Reudnitz, sie bereits erreicht haben. Die durchweg gut gebaute und seit 1770 von Promenaden (den vormaligen Festungswällen) umgebene Stadt wird in das Peters-, Ranstädter, Grimmaische und Hallesche Viertel eingeteilt. Unter deren Straßen sind die Grimmaische, Katharinen-, Hainstraße, Petersstraße, Brühl, Reichsstraße, Ritterstraße, Neumarkt, Universitätsstraße, äußerlich die Schillerstraße und Goethestraße die bemerkenswertesten.
Die ebenfalls nach obigen Vierteln benannten Vorstädte haben sich durch den Heine'schen Anbau (Westvorstadt), die Zeitzer Vorstadt, die äußere Grimmaische Vorstadt und die Frankfurter Straße mit Umgebung seit 30 Jahren unaufhörlich vergrößert.
Die inneren Stadt enthält noch viele altertümlicher, mit Erkern und Ziergiebeln versehene Gebäude, während in den Vorstädten, besonders den äußeren, der moderne Baustil großenteils in schönen und teilweise prachtvollen Schöpfungen der Architektur vertreten ist.
Öffentliche Plätze sind in der inneren Stadt: der Markusplatz, der Nikolai-, Thomas- und Neukirchhof, der Ritterplatz; in den Vorstädten: der Augustusplatz, Königs-, Theater-, Roßplatz, Obstmarkt, Fleischerplatz, Blücher-, Schreber-, Floß-, Marien- und Johannisplatz.
Die Zahl der Einwohner von Leipzig betrug 1676 gegen 20.000, 1776:24.000, 1800:30.000, 1834:44.802, 1849:62.374 1864: 85.394 und 1. Januar 1876: 127.387 Ortsanwesende (darunter 1770 Militärs, seit 1871 eine Zunahme von 19,1 Prozent). Dazu kommt die Einwohnerschaft der Vorstadtdörfer und ferner gelegenen Außendörfer, mit deren Einschluß sich die Gesamtbevölkerung Leipzigs auf ca. 212.000 Seelen stellt.
Dem Religionsbekenntnis nach zählt man in der Stadt 116.310 Lutheraner, 3352 Reformirte, 3807 Katholiken, 154 Griechisch-Katholische, 230 Deutschkatholiken, 233 Apostolische, 101 Anglikaner, 175 Dissidenten, 2564 Juden u.a.
Die Bevölkerung Leipzigs ist in hohem Grad rührig und thätig; sie huldigt im allgemeinen der Herrschaft des Nationalismus in Kirche und Staat.
Das gesellige Leben ist sehr bewegt und an Unterhaltung aller Art kein Mangel. Folgen den Künsten findet die meisten Pflege das Theater und die Musik, während Bildhauerei und Malerei von der reichen Staat noch wenig bemerkbar als Schmuck des öffentlichen Lebens in Anspruch genommen worden sind und die Baukunst zwar vielfach an Wohnhäusern und Villen, an monumentalen Werken jedoch nur durch das Neue Theater, das Museum, das neue Johannisstift, die katholische Kirche und die Synagoge Vertretung findet. Das literarische Leben kennzeichnet Leipzig als den Mittelpunkt des deutschen Buchhandels.
Das Gesamtvermögen der Stadt Leipzig betrug 1. Januar 1876: 12.738.912 Mark. Den vielhundertjährigen Zentralpunkt des Leipziger Handels und Verkehrs und den Schauplatz vieler denkwürdiger Ereignisse bildet der Marktplatz mit dem 1845 dem Pflastersteinmosaik ausgeführten Stadtwappen auf der Stelle, wo vor Zeiten (zum letzten Mal 1824) die öffentlichen Hinrichtungen durch das Schwert vollzogen wurden.
Das Rathaus, an der Ostseite des Marktes, wurde mit Benutzung der unteren Mauern des alten, aus dem 13. Jahrhundert stammenden Baues 1556 vom Bürgermeister Hieronymus Lotter erbaut. Es enthält 40 Kaufgewölbe und 28 Zimmer; neuerdings haben mehrfache Umgestaltungen stattgefunden. In dem großen Saal hängt ein äußerst kunstreich mit der Nadel gearbeiteter Urteilsspruch Salomons aus dem ersten Drittel des 16. Jahrhunderts; in der Ratsstube werden kostbare altertümliche Pokale verwahrt, darunter einer, der Luthers Eigentum war. Die Gewölbe des Rathauses bringen der Stadt eine jährliche Mietsumme von über 60.000 Mark ein. Hinter dem Rathaus, am Naschmarkt, steht die 1678 erbaute Börse, welche vor Zeiten für ein überaus kostbares Bauwerk galt, auf der Plattform mit den Statuen des Merkur und Apollo, der Venus und Pallas (von Morelli) geschmückt. Am Markt steht auch das Königshaus, in welchem 1695 bis 1829 die sächsischen Herrscher bei ihrer Anwesenheit in Leipzig wohnten. Hier feierte jahrelang König August der Starke seine berüchtigten Meßfeste, rastete 1698 Peter der Große, 1707 König Karl XII. von Schweden, fand 1760 das bekannte Gespräch zwischen Friedrich dem Großen und Gellert statt und wohnte 1809 Jerome, König von Westfalen, so die 1813 Napoleon. Im Erker dieses Hauses war es, wo letzterer vom König von Sachsen Abschied auf Nimmerwiedersehen nahm, und von hier aus führte man den König wenige Stunden später in die Gefangenschaft. In demselben Zimmer starb 1820 Fürst Schwarzenberg, der Sieger von Leipzig, und 1827 während der Huldigungsfeier die Königin von Sachsen. Die prächtige Fassade des ältesten Kaufmannshauses Leipzig, Barthel ist Hof genannt, hat man nach dessen 1871 erfolgtem Abbruch, als Perle der Spätgothik, wieder auf der Hofseite des Neubaues angefügt. An der Ecke der Katharinenstraße steht die 1555 erbaute alte Ratswage mit einem 300jährigen wohlrenommirten Weinkeller. Dem Rathaus gegenüber, in der Grimmaische Straße, befindet sich das länger als drei Jahrhunderte berühmteste Bürgerhaus der Stadt " Auerbachs Hof " welches 1530 bis 1538 erbaut, durch die einen ihm haftende Faustsage und durch Goethes Faustdichtung weltbekannt geworden ist, ehedem ein Basar der reichsstädtischen Handelsherren und als solcher der wichtigsten Meßhandelsplatz, mit 100 Gewölben und vielen offenen Buden. Die in dem Weinkeller befindlichen Faustbilder stammen von 1525. Das stattliche Fürstenhaus in derselben Straße bewohnte 1712 Peter der Große auf seiner Reise nach Karlsbad; im Erdgeschoß desselben befindet sich die Niederlage der Meißener Porzellanfabrik. Das angrenzende Mauricianum erbaute die Universität 1845 auf der Stelle der Begräbnisgrüfte des eingegangenen Pauliner-Gottesackers. In der benachbarten Nikolaistraße ist das Gasthaus zum Rosenkranz, die früheren Wittenberger Herberge, in welcher Luther bei seiner Durchreise nach Worms Quartier nahm und auch später oft beherbergte. Nahe dabei ist Quandts Hof, wohl in einem noch vorhandenen Seitengebäude die Neuberin mit ihrer berühmten Truppe spielte. In dem altertümlichen Roten Kolleg in der Ritterstraße wurde Leibniz geborenen, und daneben, im Hof der 1834 erbauten Buchhändlerbörse, wohnte und starb der Dichter Gellert.

Quellen:
**Meiers Lexikon Enzyklopädie des allgemeinen Wissens
Dritte gänzlich umgearbeitete Auflage
Zehnter Band
Leipzig
Verlag des Bibliographischen Instituts
1877
Seite 714-715

Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen fast 100 Jahren, durch den 1. und 2. Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.

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Vom Berge Vöglein fliegen Und Wolken so geschwind, Gedanken überfliegen Die Vögel und den Wind. Die Wolken ziehn hernieder, Das Vöglein senkt sich gleich, Gedanken gehn und Lieder Fort bis ins Himmelreich. Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Gedichte 1841 www.zeno.org Ein traditioneller Fanfarenzug ist eine Musikgruppe, deren Musiker Naturtrompeten und Landsknechtstrommeln spielen. Einige Fanfarenzüge haben eine erweiterte Besetzung mit Nebeninstrumenten, die meistens aus Parforcehörnern, Kesselpauken, kleine Trommeln, große Trommeln oder Becken bestehen. Eine weitere Art der Fanfarenzüge ist der moderne Fanfarenzug. In diesen Fanfarenzügen werden hauptsächlich Es-Ventilfanfaren verwendet. Die weiteren Musikinstrumente unterliegen einer viel größeren Vielfalt als bei traditionellen Fanfarenzügen. Beispielsweise werden Tenorhörner, Marching Bell, Schulterbässe, Zugposaunen, diverse Sorten an Schlagwerk wie kleine Trommeln oder sogar komplette Schlagzeuge verwendet. Zwischenzeitlich wurde das Instrumentarium durch Pauken, Marimaphon und B-Trompeten erweitert, was den Sound des Spielleuteorchesters positiv veränderte. Dieses Klangspektrum konnten die Spielleute bei den letzten Gemeinschaftskonzerten mit verschiedenen Spielmannszügen unter Beweis stellen, wie z.B. beim Jugiläumskonzert 10 Jahre Spielmanns- und Fanfarenzüge im Frühjahr 1997 in der Lauinger Stadthalle. Berge für die besten Aussichten ins Zittauer Gebirge. In manchen Nächten ist der Eingang zu diesem unterirdischen Gewölbe am Berge deutlich sichtbar. Vor Jahren, als noch die Postwagen zwischen Dresden und Bautzen verkehrten und die hellen Klänge des Posthornes in Schmiedefeld gehört wurden, geschah es in einer mondhellen Frühlingsnacht, daß einem Postknechte, der eben am Kapellenberge vorüberfuhr und ein lustiges Stücklein geblasen hatte, vom Berge her ein graubärtiges Männlein winkte. Der Gang endet in einem hohen und weiten Gewölbe. Hier sind Goldstücke und Edelsteine in riesengroßen Braupfannen aufbewahrt. Der staunende Postknecht erhält nun die Weisung, nur zuzugreifen. Das tut dieser auch und füllet mit Goldstücken und Edelsteinen seine Taschen. Dann springt er aber vor freudiger Erregung auf das graubärtige Männlein zu, erfaßt dessen eiskalte Hand und ruft überglücklich aus: Ich danke Euch! Doch, o weh! Mit der napoléonischen Besatzung begann aber auch die Zeit umfangreicher Reformen, von denen allerdings viele nach dem Wiener Kongress 1815 wieder revidiert oder verwässert wurden. […]
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Hinter den schroffen Kämmen des Zittauer Gebirges, wo Nebel wie erstickte Träume hängen, liegt Zeittal. Ein Land, in dem die Zeit erstarrte. Gebannt von der bleiernen Erinnerung an versunkene Pracht und einen uralten Fluch. Gewoben aus gebrochenen Eiden und vergossenem Blut, liegt er wie Eis über dem Herz des Landes. Die Pracht verblich. Zurück blieben flüsternde Wälder und die tiefen Narben eines nie endenden Zwists - ein verschollenes Geheimnis, das nur die Verwegensten lockt. In einem Turm, erstickt von knöchernem Efeu, wo Fackellicht dämonische Schatten an modrige Wände warf, reifte ein ungewöhnlicher Plan. Ein Plan, so bizarr wie das Land selbst. Doch ein infernalisches Konzert riss sie daraus: Kriegsgeschrei und gellende Flöten. Sie erblickten ein namenloses Grauen. Auf der Ebene metzelten sich Gruppen erbarmungslos nieder. Menschen, vereint im Wahnsinn eines Hasses, der Generationen überdauerte. Der Boden, ein einziger Brei aus Lehm und Schrecken. Ihre Augen, leere Spiegel mordender Wut. Was konnte solch tierische Raserei entfesseln? Die Antwort, geflüstert von gezeichneten Seelen in verfallenen Dörfern, war schlicht und unbegreiflich: Ein Stein. Immer dieser funkelnde Fluch. Ein Artefakt ungeheurer Macht, um dessen wahre Natur sich ein Streit rankte, so alt und vergiftet, dass jede Vernunft längst erstickt war. Gut und Böse? Hier nur trügerischer Dunst. Tiefer im flüsternden Wald, wo das Licht kaum den moosigen Grund küsste, fanden sie sie: die Einsame unter der knorrigen Eiche. Eingehüllt in vergessene Zeit, mit Augen, die die Tragödie des ganzen Landes bargen. Ihr raues Flüstern enthüllte eine schreckliche Wahrheit - nicht das Objekt war das Übel, sondern das, was es in den Herzen der Menschen entzündete. "Ein Fluch liegt auf diesem Land", hauchte sie, eine Ewigkeit in jedem Wort. Der Kampf draußen tobte weiter, ein dumpfes Echo längst vergessener Schrecken. Doch in ihnen keimte eine gefährliche Hoffnung. Konnte dieser zyklische Wahnsinn durchbrochen werden? Lässt sich ein Fluch lösen, der in Blut und Zeit gehärtet ist? Und war dieser Stein wirklich der Kern des Rätsels - oder nur das Vorspiel? Die wahren Geheimnisse Zeittals - die der verschollenen Königin, das flüssige Geheimnis - lauerten im Dunkel. Mächtiger. Unfassbarer. Sie mussten handeln. Ein Schritt vorwärts in das brodelnde Chaos war unausweichlich. Doch als sie sich umwandten, um die letzte Entscheidung zu treffen, durchzog sie eine eisige Gewissheit: Der Turm war nicht leer geblieben. Etwas hatte gelauscht. Etwas bewegte sich jetzt, unsichtbar, im tanzenden Schattenwurf der ersterbenden Fackeln... eine kriechende Kälte, die nicht von draußen kam. […]
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In einem Dresden, das von der Zeit selbst vergessen schien, entfaltet sich eine Erzählung so einzigartig wie die Sonnenblumen, die am Straßenrand der Hohen Straße ihr Gesicht der Sonne entgegenrecken. Ein ganz gewöhnlicher Donnerstag nimmt eine unerwartete Wendung, als ein Entdecker durch die schmalen Pfade vergangener Tage wandelt. Die Hohe Straße, eingehüllt in die lebendigen Farben der Sonnenblumen, erweist sich als Portal zu einer Welt, in der die Vergangenheit in jedem Blütenblatt ihre Geschichten flüstert. Unversehens führt diese Reise zum vergessenen Stein, dessen Nummer 74 seit 1995 im Verborgenen schlummerte. Eine stumme Legende, die ihre Geschichte dem enthüllt, der sich entschlossen auf die Suche begibt. Doch die wahre Magie offenbart sich in den Mauern der Alten Zionskirche, einer geheimnisvollen Ruine, die als Lapidarium eine Pforte zu vergangenen Zeiten darstellt. Hier, wo die Steine lebendig werden und das Flüstern der Geschichte die Luft erfüllt, beginnt der Entdecker, sich selbst in den Jahrhunderten zu verlieren. Eine emotionale Reise, eine poetische Odyssee durch vergessene Kapitel und versteckte Juwelen der Dresdner Geschichte. Die Sonnenblumen scheinen als lebende Zeugen der Zeit selbst zu fungieren, während der vergessene Stein 74 seine Geschichten dem enthüllt, der bereit ist, dem Unsichtbaren nachzuspüren. Inmitten des verträumten Flairs der Donnerstagstour verwebt sich der Alltag mit dem Unerklärlichen. Der Entdecker, getrieben von der Neugier auf das, was im Verborgenen liegt, ahnt nicht, dass seine Suche nach den Spuren der Geschichte ihn zu einem phantastischen Rätsel führen wird. Die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen, und die Sonnenblumen scheinen den Weg zu weisen zu einem geheimen Reich. Die Stimmung verdichtet sich, als der Entdecker am Lapidarium der Zionskirche steht, umgeben von den steinernen Zeugen einer längst vergangenen Zeit. Hier, in diesem stillen Raum, ergibt sich ein poetischer Moment, in dem die Grenzen der Realität vergehen. Die Steine werden zu Portalen, und der Entdecker spürt, dass die Antworten auf seine Fragen nicht in der Vergangenheit, sondern in der eigenen Seele verborgen sind. Und so endet die Reise des Entdeckers nicht in der Alten Zionskirche. Das Lapidarium öffnet ein Tor in die Vergangenheit, aber auch zu den unergründlichen Tiefen der eigenen Gedanken. Ein Leser mit offenen Fragen bleibt zurück, er muss sich selbst auf die Suche nach verborgenen Schätzen zu begeben und den Rätseln der Zeit auf den Grund zu gehen. […]
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Der Mann trat aus einer windschiefen Hütte inmitten eines grünen Tales. Die Luft war erfüllt von allerlei Wohlgerüchen. Vögel zwitscherten und Insekten summten. Sich streckend ging er zum Brunnen, um sich den Schlaf aus den Augen zu waschen. Als der Fremde sein Spiegelbild betrachtete, huschte ein Lächeln über sein Gesicht. Obwohl er bereits so alt war, sah er aus wie Mitte 30. Das schulterlange schwarze Haar zeigte keine Spur von grau und die blauen Augen leuchteten in einer jugendlichen Energie. Als er sich aufrichtete und seinen Blick über das Tal schweifen liess, ergriff eine tiefe Zufriedenheit von ihm Besitz. Er wusste, weshalb er hierhergekommen war. An einen Ort, wo ihm niemand folgen konnte. Fast niemand, setzte er in Gedanken hinzu. Er wusste, welcher Gegenstand sich in der Hütte befand und ihm war bewusst, welche Bedeutung er hatte. Doch nie wieder würden seine Hände ihn anfassen. Ja! wenn wir's hüten, führt durch jedes Dunkel Ein Licht uns, stille brennend in der Brust. Es wurden Richtfunkverbindungen von und nach West-Berlin sowie innerhalb Westdeutschland entlang der Innerdeutschen Grenze durch Horchposten vom Ministerium für Staatssicherheit und der Militärische Aufklärung der Nationalen Volksarmee der DDR systematisch abgehört. In der Deutschen Demokratischen Republik wurde die Rolle von Mitarbeitern der östlichen Nachrichtendienste als Kundschafter des Friedens propagandistisch von westlichen Spionen abgesetzt und unterschieden. Sein Blick glitt erneut über das Tal. Nein, hier hatte er seinen Frieden gefunden. Endlich. Informationssammlungen mit nachrichtendienstlichen Mitteln wurden nach dem Zusammenbruch des Ostblocks vor allem auf die Bekämpfung der Proliferation, des illegalen Drogenhandels und des Terrorismus gerichtet, allerdings gewinnt Wirtschaftsspionage immer mehr an Bedeutung. In einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Mai 2018, darf der Bundesnachrichtendienst auch weiterhin in großem Umfang Daten beim Internet-Knoten DE-CIX aus Frankfurt am Main abzapfen. Auf den Webseiten dieser beiden Unternehmen wird offengelegt wie kann ein iPhone ausspioniert werden? […]
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In den prunkvollen Hallen, wo der Marmor die Kälte der Jahrhunderte atmet, beginnt eine Veränderung, die weit über das Sichtbare hinausreicht. Ein Herrscher, dessen Name einst für unerschütterliche Stabilität stand, blickt auf ein Reich, das in einer unheimlichen Starre verharrt. Es ist eine Welt, in der die Marktplätze verstummen und das vertraute Klimpern der Münzen einem lastenden Schweigen gewichen ist. Die Luft in der Hauptstadt ist gesättigt vom Geruch nach altem Staub und ungenutzten Träumen, während die Bürger wie Schatten durch ihre eigenen Leben wandeln. Doch hinter den schweren Samtvorhängen des Palastes regt sich ein Wille, der das Schicksal herausfordert. Es beginnt ein Spiel mit der Zeit und der menschlichen Gier, eine kühne Strategie, die darauf abzielt, das erstarrte Herz einer ganzen Nation wieder zum Schlagen zu bringen. Die Atmosphäre verdichtet sich, als aus der anfänglichen Melancholie eine fiebrige Betriebsamkeit erwächst. Es ist nicht bloß ein Plan, es ist eine Transformation, die das Gefüge der Gesellschaft erschüttert. Was geschieht, wenn die gewohnten Pfade verlassen werden und ein Anführer bereit ist, alles auf eine Karte zu setzen? Mysteriöse Vorbereitungen verwandeln die grauen Fassaden in ein berauschendes Meer aus Farben, doch unter der Oberfläche brodeln Fragen, die niemand auszusprechen wagt. Der Druck steigt, während die Augen der Welt auf diese eine Stadt gerichtet sind. Wird die geplante Sensation ausreichen, um den Abgrund der Bedeutungslosigkeit zu überwinden? Doch gerade als die Sicherheit zurückzukehren scheint, lockt ein Ruf von jenseits des Horizonts. Es ist die Verheißung von exotischen Wundern und unermesslichem Wissen, das in fernen, staubigen Wüsten verborgen liegt. Die Reise dorthin führt jedoch durch die Dunkelheit tobender Ozeane, wo der Mensch nichts weiter ist als ein Spielball der Naturgewalten. In der totalen Isolation auf hoher See zeigt sich das wahre Gesicht der Macht. Es geht nicht mehr um Bilanzen, sondern um das nackte Überleben und die schmerzhafte Geburt einer neuen Weisheit. In den flackernden Lichtern fremder Basare wartet eine Offenbarung, die alles Bisherige infrage stellt. Welchen Preis verlangt die Zukunft für den ultimativen Aufstieg? Ein Schwur wird geleistet, der die Grenzen zwischen den Welten verwischt, während im fahlen Licht des Morgens ein Schatten an Land tritt, der mehr als nur Schätze im Gepäck trägt. […]
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Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt sich eine Stille über die Stadt, die nicht friedlich, sondern gespannt und unnatürlich ist. Sie ist so tief, dass das ferne Rauschen des Verkehrs wie ein ferner Herzschlag in den Knochen widerhallt. Von den Schatten der Gassen aus materialisiert sich eine unheilvolle Form: eine Bahre aus Holz, das so schwarz ist, dass es die Nacht selbst zu verschlucken scheint. Getragen von zwölf kolossalen Gestalten, die sich wie lebende Schatten bewegen und deren Schritte einen dumpfen, rhythmischen Schlag erzeugen, der das Fundament der Stadt erzittern lässt. Doch das Unfassbarste geschieht, als die Bahre den Dom erreicht. Unter den Füßen der Träger beginnt die Luft zu flirren, ein gleißendes Band aus reinem Willen spannt sich über den Raum, eine Brücke aus Nichts, die in die Ferne zu verschwinden scheint. Während die Riesen ihren Weg über dieses geisterhafte Band fortsetzen, regt sich der Rhein unter ihnen, sein Wasser zischelt und gurgelt, als würde er sich gegen diesen Eingriff in seine Domäne sträuben. Plötzlich beginnt der Dom selbst zu sprechen. Nicht mit Worten, sondern mit einem vielstimmigen Flüstern, das die jahrhundertealten Geschichten der Steine enthüllt und von anderen Nächten dieser Art erzählt. Gleichzeitig tauchen aus den umliegenden Schatten die Wächter auf - Männer und Frauen in dunklen Mänteln. Sie suchen nach ungewollten Zeugen, ihre Blicke scannen die Dächer und Gassen. Was bewachen sie, und was für eine metaphysische Last wird da transportiert, die selbst die Gesetze der Natur aufzuheben scheint? Die Morgenröte bringt ein Signal, das die Prozession zum Halt zwingt. Die Bahre wird abgelegt, und ihre unvorstellbare Bürde sickert in das Pflaster des Domplatzes. Die Riesen verschwinden, von der Sonne fortgewischt. Die Stadt erwacht, ahnungslos, während ein stiller Beobachter mit dem Wissen allein zurückbleibt. Er wird für immer der Hüter eines unaussprechlichen Geheimnisses sein, das nun in den Mauern und Straßen von Köln verweilt. […]
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Da Ew. K. H. mir die gegenwärtige Noth schildern, sie betraf die Hochzeitsreise nach Braunschweig, zu welcher der König nichts extraordinär bewilligen wollte, werde ich Ihnen den Rest der Unterstützung auszahlen. Selbst noch unmittelbar nach der Thronbesteigung (im Sommer 1740) sah die Stadt Ruppin den nunmehrigen König Friedrich II. mehrfach in ihren Mauern, und bis zum Spätherbst desselben Jahres blieb es zweifelhaft, ob Ruppin oder Potsdam oder Rheinsberg der erklärte Lieblingsaufenthalt des neuen Königs werden würde. Großartige Gartenanlagen, wie sie damals entworfen wurden, schienen für Ruppin zu sprechen, aber die weite Entfernung von der Hauptstadt führte schließlich zu anderen Entschlüssen. Die Terrassen von Sanssouci wuchsen empor und - Ruppin war vergessen. Es ist zweifelhaft, ob der große König in seiner sechsundvierzigjährigen Regierung es jemals wiedergesehen hat. Unzweifelhaft war es dem Kronprinzen ein peinliches Gefühl, durch den Gesandten eines fremden Hofes Gelder zu erhalten. Weil dies jedoch, wie er sich selber ausdrückte, immerhin noch besser war als Hungers zu sterben, so nahm er auch noch 1735 unbedenklich eine kaiserliche Unterstützung von 3 000 Dukaten an. Erst von 1737 ab wurden diese Verlegenheiten in etwas geringer. Um diese Zeit erhielt er, außer dem Gute Zernikow, auch noch eine königliche Zulage von 12000 Talern und etwas später das etwa bis zu gleicher Höhe (12 000 Taler) sich erhebende Einkommen von dem Trakehner Gestüt. All dies half, gewiß, aber es half nicht viel, und erst nach seiner Thronbesteigung sah er sich in der Lage, sich seiner zahlreichen, aus den Ruppiner und Rheinsberger Tagen herstammenden Verpflichtungen entledigen zu können. Die Frage bleibt uns zum Schlusse, was wurde aus diesen Schöpfungen, großen und kleinen, die die Anwesenheit des Kronprinzen ins Dasein rief? Was haben einhundertundfünfzig Jahre zerstört, was ist geblieben? Ich glaube kaum, daß es etwas Unschuldigeres giebt und daß man stiller leben kann. […]
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Unser Schulungscamp findet wieder in Hainewalde statt. Förderverein für Kinder und Jugendliche mit Diabetes - Um betroffenen Kindern und Eltern einen weitgehend normalen Alltag zu sichern, sind aller zwei Jahre ca. 20 Stunden Management-Schulung zum Diabetes notwendig, eine Aufgabe, die im Rahmen der normalen medizinischen Betreuung nicht zu lösen ist. Ab 1995 führt unser Verein ein spezielles zweiwöchiges Schulungs- und Ferienlager für in zwischen 45 Kinder und Jugendliche mit Diabetes durch. Die Kinder können zusammen mit Gleichbetroffenen den Status des schwierigen Ausnahmefalls ablegen, Eltern wissen ihr Kind trotz des aufwändigen Umgangs mit der Krankheit in sicherer Obhut. Für beide Seiten bedeutet dies eine hilfreiche Atempause. In Deutschland sind wir die größte derartige Initiative ausserhalb einer medizinischen oder Kureinrichtung. Alle Ärzte und Betreuer arbeiten ehrenamtlich. […]
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